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Rohre verlegen, ohne den Garten aufzureißen
Die häufigste Sorge vor einer Beregnungsanlage ist nicht der Preis, sondern der Zustand des Gartens danach. Genau dafür habe ich vier Verfahren im Einsatz.
Die eigentliche Frage lautet nicht „Was kostet das?“
Sie lautet: Wie sieht mein Garten danach aus? Diese Sorge ist berechtigt. Eine Rasenfläche, die zehn Jahre gebraucht hat, um dicht zu werden, gibt niemand für eine Bewässerung her. Genau deshalb habe ich in vier Verfahren investiert statt in einen Bagger.
Vibrationspflug – der Normalfall
Das Gerät arbeitet mit einer schmalen Klinge, die im Boden vibriert und das Rohr hinter sich herzieht. Aufgemacht wird dabei nichts. Übrig bleibt ein Schlitz von wenigen Zentimetern Breite, und den holt sich der Rasen von allein zurück. Das Gerät läuft auf Raupen und verteilt sein Gewicht, statt Spuren in die Fläche zu drücken. Zum Schluss gehe ich die Spur noch einmal ab und trete sie an. Wo sie noch offen steht, kommt eine Handvoll Erde darauf.
- kein Aushub, kein Erdhaufen auf dem Rasen
- frostsichere Verlegetiefe in einem Arbeitsgang
- funktioniert im gewachsenen Garten, nicht nur im Rohbau
- in der Wachstumszeit ist die Spur nach zwei bis vier Wochen zugewachsen
Grabenfräse – wenn der Boden nicht mitspielt
Bei steinigem Untergrund, stark verdichtetem Boden oder wenn mehrere Leitungen und Steuerkabel nebeneinander liegen sollen, stößt der Pflug an Grenzen. Dann fräst die Maschine eine saubere, schmale Rinne. Der Aushub wird direkt wieder eingebracht und verdichtet.
Die Fräsbreite liegt weit unter dem, was eine Baggerschaufel hinterlässt. Wichtiger ist mir aber die Tiefe. Die bleibt über die ganze Strecke gleich, und ohne das läuft die Anlage im Herbst nicht sauber leer.
Durchörterung – Ihr Pflaster bleibt liegen
Pflaster, Platten und Beton bleiben da, wo sie sind. Gearbeitet wird von der einen Seite zur anderen: Ein hydraulischer Druckzylinder treibt das Rohr bis zu sechs Meter weit unter der Fläche durch. Links und rechts braucht es dafür je eine kleine Grube, mehr nicht. Nach dem Verfüllen sieht man auch davon nichts mehr.
Das sieht nicht nur besser aus, es ist meistens auch billiger. Pflaster aufnehmen, lagern, Tragschicht wiederherstellen und neu verlegen ist ein eigener Handwerksauftrag. Und eine einmal geöffnete Fläche bekommt man selten wieder so hin, dass sie sich hinterher nirgends setzt.
Sodenschneider – wenn doch gegraben werden muss
Wo sich offenes Arbeiten wirklich nicht vermeiden lässt, schneidet der Sodenschneider den Rasen vorher in Streifen. Die werden abgerollt und zur Seite gelegt. Nach der Rohrverlegung kommen sie in derselben Reihenfolge wieder zurück. Am Ende liegt dort gewachsener Rasen statt einer Neuansaat, die einen halben Sommer braucht.
Welches Verfahren wann
- Offene, gewachsene Rasenfläche → Vibrationspflug
- Steiniger oder sehr fester Boden → Grabenfräse
- Weg, Terrasse, Einfahrt kreuzen → Durchörterung
- Enge Ecken, direkt an Haus und Beeteinfassung → Sodenschneider und Handarbeit
- Neubau, Rasen kommt erst noch → offen verlegen, das spart Zeit und Geld
In den meisten Gärten kommen zwei oder drei dieser Verfahren zusammen zum Einsatz. Welche das sind, entscheidet sich beim Vor-Ort-Termin. Ausschlaggebend sind Bodenart, Zuschnitt, Bewuchs und die Frage, wo die Maschinen überhaupt hinkommen.
Erst suchen, dann pflügen
Bevor die erste Maschine anläuft, brauche ich von Ihnen alles, was im Boden liegt: Strom, Wasser, Gas, Telefon, Drainagen, Sickerschächte, Wurzelsperren, Erdwärmeleitungen. Pläne, wenn Sie welche haben. Ansonsten das, woran Sie sich erinnern, auch wenn es ungenau ist. Wo etwas unklar bleibt, wird an dieser Stelle von Hand gesucht statt gepflügt. Das kostet zwanzig Minuten und ist immer noch billiger als eine durchtrennte Hausanschlussleitung.
Am Ende wird aufgeräumt
Die Oberfläche wird wiederhergestellt, Fugen werden geschlossen, Erdreste abgekehrt. Wenn ich vom Hof fahre, soll man dem Garten die Arbeit möglichst wenig ansehen. Dazu bekommen Sie die Dokumentation mit Plan und Lage der Leitungen. Damit weiß auch in zehn Jahren noch jemand, wo besser nicht gegraben wird.
Häufige Fragen
Wie lange sieht man die Spur im Rasen?
Beim Vibrationspflug meist zwei bis vier Wochen in der Wachstumszeit, danach ist die Narbe geschlossen. Bei Arbeiten im Spätherbst dauert es bis zum Frühjahr, weil der Rasen nicht mehr wächst.
Muss meine Einfahrt aufgerissen werden?
In aller Regel nicht. Wege, Terrassen und Einfahrten bis etwa sechs Meter Breite werden mit einem hydraulischen Druckzylinder unterquert. Nötig sind nur zwei kleine Kopflöcher links und rechts.
Kommen die Maschinen überhaupt in meinen Garten?
Der Vibrationspflug läuft auf Raupen und passt durch die meisten Gartentore. Wo es wirklich eng wird, wird von Hand oder mit dem Sodenschneider gearbeitet. Das sehe ich beim Vor-Ort-Termin.
Was ist mit Leitungen, die schon im Boden liegen?
Deshalb bekomme ich vor Beginn alle vorhandenen Pläne und Auskünfte. Wo Kabel, Drainagen oder Erdwärmeleitungen liegen können, wird vorsichtig gearbeitet oder von Hand gesucht.
Sehen wir uns den Garten an.
Am Telefon klären wir das Gröbste, vor Ort den Rest. Beides kostet Sie nichts und verpflichtet zu nichts.