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Beregnungsanlage in Köthen (Anhalt)
Die Wetterstation Köthen misst im Mittel gut 530 Millimeter Regen im Jahr. Bundesweit sind es fast 790. Köthen gehört damit zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands, und das sieht man jedem Rasen spätestens im Juli an.
Hier ist Bewässerung keine Bequemlichkeit
Köthen liegt im Mitteldeutschen Trockengebiet, im Regenschatten des Harzes. Die Wetterstation der Stadt kommt im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 auf 532 Millimeter Regen im Jahr. Deutschland insgesamt liegt im selben Zeitraum bei knapp 790. Damit gehört die Gegend zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands. Die Landwirtschaft rechnet hier seit jeher damit. Über den Hausgarten redet nur selten jemand.
Praktisch heißt das: In einem durchschnittlichen Sommer reicht der Regen für einen dichten, grünen Rasen nicht aus. Nicht im Extremjahr – im normalen. Eng wird es schon im Frühjahr, wenn im April im Mittel keine 30 Millimeter fallen und der Rasen gerade loslegt. Nachhelfen muss hier praktisch jeder. Die Frage ist nur, ob von Hand oder geplant.
So plane ich für diese Lage
Dazu kommt der Boden. Köthen liegt im Schwarzerdegebiet der Magdeburger Börde, mitten in der Köthener Ebene. Der Acker hier ist schwer und fruchtbar, und solche Böden halten Wasser gut. Nach zwei trockenen Wochen nehmen sie es allerdings nur langsam an. Anlagen für diese Ecke lege ich deshalb mit Reserve aus. Der Unterschied zu einer Planung „nach Katalog“ zeigt sich erst in der Hitzewoche:
- Mehr Beregnungszeit einplanen. Die Kreise müssen so geschnitten sein, dass auch bei täglichem Betrieb alles in einer Nacht durchkommt. Ich lege sie mit Luft aus.
- Niedrige Niederschlagsrate. Regner, die das Wasser langsam abgeben, damit es einsickert. Auf hart getrocknetem Boden läuft eine kräftige Gabe sonst oberflächlich ab und steht am Weg.
- Getrennte Kreise für Beet und Rasen. Gehölze und Stauden überstehen Trockenheit anders als Rasen und brauchen andere Intervalle.
- Regensensor trotzdem. Wenn es hier regnet, dann oft kräftig – dann soll die Anlage aussetzen.
Ein eigener Brunnen ist hier schneller bezahlt
Wo über die Saison viel Wasser gebraucht wird, summiert sich der Unterschied zwischen Trinkwasser und eigenem Wasser. Ein Brunnen oder eine ausreichend große Zisterne rechnet sich in dieser Gegend eher als in regenreicheren Landstrichen. Wie viel Wasser im Untergrund steht, ist allerdings von Grundstück zu Grundstück verschieden.
Ob Ihr Brunnen genug hergibt, ist deshalb keine Glaubensfrage, sondern eine Messung. Ich prüfe die Ergiebigkeit über einen längeren Zeitraum, bevor irgendetwas geplant oder bestellt wird – mehr dazu auf der Seite Brunnen und Zisterne anschließen.
Anschluss ans Trinkwassernetz
Das Trinkwasser kommt in Köthen von der MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, die ihren Sitz in der Stadt hat. An der Trinkwasserinstallation darf nach § 12 Abs. 2 AVBWasserV nur ein Betrieb arbeiten, der in ihrem Installateurverzeichnis eingetragen ist.
Unterflurregner sind nach DIN EN 1717 der höchsten Flüssigkeitskategorie zugeordnet und brauchen eine freie Trennung. Ein Rückschlagventil reicht nicht. Warum das so ist, steht mit Quellen im Abschnitt Trinkwasserschutz.
Der erste Termin
Ich fahre die B 183 hinaus, die in Köthen beginnt, und komme genauso in die Ortschaften – Merzien, Baasdorf, Arensdorf, Dohndorf, Löbnitz an der Linde, Wülknitz, Porst und Elsdorf. Vor Ort gehe ich die Fläche ab, hänge das Manometer an den Hahn und lasse die Uhr laufen. Danach wissen wir beide, was Ihr Anschluss wirklich hergibt. Erst dann rede ich über Technik und über die Zahl der Kreise, die Ihr Wasser trägt.
Häufige Fragen
Wie viel Regen fällt in Köthen wirklich?
Die Wetterstation Köthen kommt im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 auf 532 Millimeter im Jahr. Der Bundesschnitt liegt bei knapp 790. Eng wird es vor allem im Frühjahr: Im April fallen hier im Mittel keine 30 Millimeter, und genau dann fängt der Rasen an zu wachsen. Grund ist der Regenschatten des Harzes; Köthen liegt im Mitteldeutschen Trockengebiet.
Muss ich hier anders planen als anderswo?
Ja, in zwei Punkten. Erstens mehr Beregnungszeit und Kreise mit Reserve, damit auch in einer Hitzewoche alles in einer Nacht durchkommt. Zweitens der Boden: Köthen liegt im Schwarzerdegebiet und hat schwere, fruchtbare Böden. Die halten Wasser gut – aber nur, wenn es überhaupt einsickert.
Lohnt sich hier ein Brunnen?
Häufig ja, weil über die Saison große Wassermengen zusammenkommen. Ob Ihr Brunnen genug hergibt, klärt sich mit einer Messung der Ergiebigkeit – die mache ich vor der Planung, nicht danach.
Die B 183 fängt bei Ihnen an.
Sie führt ohne Umweg nach Bitterfeld-Wolfen, wo mein Betrieb sitzt. Rufen Sie an, dann komme ich messen. Kosten entstehen dabei keine, und Sie haben hinterher Zahlen statt Vermutungen.