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Beregnungsanlage in Delitzsch
Delitzsch grenzt im Süden direkt an Bitterfeld-Wolfen; über die B 184 sind es rund zwanzig Kilometer bis zu meiner Werkstatt. Und wo neu gebaut wird, liegt der Boden ohnehin schon offen.
Im Neubau zählt vor allem der Zeitpunkt
Die Kernstadt und die Ortsteile Döbernitz, Gertitz, Kertitz, Schenkenberg und Werben sind baulich längst zusammengewachsen, und am Rand kommt weiter Neues dazu. In fast jedem dieser Gebiete wiederholt sich derselbe Ablauf: Erst kommt der Rasen, zwei Sommer später der Wunsch nach einer Bewässerung. Dann muss aufgemacht werden, was gerade erst zugewachsen ist.
Liegen die Leitungen, bevor Mutterboden und Ansaat kommen, entfällt der ganze Posten Wiederherstellung. Bei einer Beregnungsanlage ist das ein spürbarer Teil der Rechnung. Und die Fläche sieht danach aus, als wäre nie etwas gewesen – weil tatsächlich nie etwas war.
Auch wenn der Garten schon steht
Der Normalfall bleibt trotzdem der fertige Garten, und dafür gibt es die passende Technik. Unter Delitzsch liegt überwiegend Parabraunerde aus Löss und Sandlöss, weitgehend steinfrei; die westliche Altstadt sitzt auf einem eiszeitlichen Sandrücken in der alten Loberaue. In solchem Boden kommt der Vibrationspflug gut durch. Statt eines Grabens bleibt eine schmale Fuge. Wege und Einfahrten unterquere ich mit dem Druckzylinder, ohne das Pflaster zu öffnen. Wie das im Einzelnen abläuft, steht auf der Seite Rohre verlegen ohne Graben.
In Etappen bauen ist völlig in Ordnung
Nach einem Hausbau ist das Budget selten üppig. Eine Anlage lässt sich in Stufen bauen, wenn man sie von Anfang an so plant:
- Hauptleitung und Leerrohre gleich mitlegen, solange ohnehin gearbeitet wird
- zuerst die Rasenfläche, die im Sommer als Erstes nachlässt
- Beete, Hecken und die hinteren Bereiche im Folgejahr ergänzen
- Ventilkästen und Steuerung von vornherein eine Nummer größer wählen
Entscheidend ist der letzte Punkt. Eine Steuerung mit zu wenig Ausgängen ist der Grund, warum viele Anlagen später nicht erweitert werden können, obwohl das Rohr längst liegt.
Anschluss und Trinkwasserschutz
Zuständig ist hier der DERAWA Zweckverband Delitzsch-Rackwitzer Wasserversorgung, der rund 48.000 Menschen zwischen Delitzsch und Leipzig-Nord versorgt. Arbeiten an der Trinkwasserinstallation sind nach § 12 Abs. 2 AVBWasserV den Betrieben aus dessen Installateurverzeichnis vorbehalten.
Hinzu kommt die Einstufung der Unterflurregner nach DIN EN 1717 in die höchste Flüssigkeitskategorie. Ein Rückschlagventil reicht dafür nicht. Was stattdessen nötig ist, habe ich auf der Startseite mit Quellen aufgeschrieben.
Wenn Sie gerade bauen: melden Sie sich früh
Rufen Sie an, wenn der Rohbau steht und die Außenanlage geplant wird. Nicht erst, wenn der Rollrasen liegt. Ich fahre ins gesamte Stadtgebiet und in die Ortsteile, von Schenkenberg und Werben bis Selben, Zschepen und Beerendorf. Mit 1800 bis 2000 Sonnenstunden im Jahr gehört die Gegend zu den sonnenreichen Ecken Sachsens – angenehm auf der Terrasse, anstrengend für den Rasen. Der Termin kostet nichts, und Sie sind hinterher schlauer, wie auch immer Sie sich entscheiden.
Häufige Fragen
Warum vor dem Rasen und nicht danach?
Weil die Leitungen dann im offenen Gelände verlegt werden, bevor Mutterboden und Ansaat kommen. Das spart die komplette Wiederherstellung und damit einen erheblichen Teil der Kosten.
Und wenn der Garten schon fertig ist?
Dann wird mit Vibrationspflug und Durchörterung gearbeitet. Das geht auch im gewachsenen Garten und hinterlässt nur eine schmale Fuge statt eines Grabens. In Delitzsch steht meist Lössboden an, der sich dafür gut verhält.
Kann man die Leitungen schon legen und später erweitern?
Ja, und bei knappem Budget rate ich oft genau dazu. Wir legen die Hauptleitung und die Leerrohre gleich mit, die restlichen Kreise kommen später dazu – ohne dass noch einmal gegraben werden muss.
Solange der Boden offen ist.
Ein Anruf, und ich komme vorbei und messe nach. Die Beratung ist kostenlos, das Angebot auch – selbst dann, wenn ich Ihnen am Ende abrate.